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Samstag, 10.08.1996

Gegen 12:00 Uhr Mittags brachen wir zu einer zweiten, größeren Wanderung durch den Skaftafell-Nationalpark auf und genossen auf der Anhöhe Skerhóll den Ausblick auf kilometerweite Sanderflächen mit anschließend steil ansteigenden Bergen (bis etwa 1.000 m). Nach etwa 5 Stunden erreichten wir die Gláma, die einen fantastischen Ausblick auf die Gletscherzunge des Skaftafellsjökull ermöglicht. Gut zu erkennen sind die bizarren Muster, die die Lavaasche in das Gletschereis gezeichnet hat.

Auf dem Weg zwischen Skerhóll und Gláma bot sich eine sehr gute Fernsicht über die Sanderflächen bis ins Meer hinaus. Dabei bildeten wir uns ein, die Krümmung der Erdoberfläche nicht in vertikaler, sondern in horizontaler Richtung, also von rechts nach links, erkennen zu können. Die Diskussion darüber, ob dies theoretisch möglich ist, führte zu keinem eindeutigen Ergebnis.

Auf dem Rückweg von der Gláma zum Campingplatz durchquerten wir noch ein “Birkenwäldchen” mit immerhin 3 bis 4 m hohen Zwergbirken und waren gegen 18:30 Uhr wieder bei unseren Zelten. Der Abend war mit einem reichhaltigen Essen (“baked beans”, frische Eier und Brot) und Kartenschreiben ausgefüllt. Das Wetter war nicht mehr so schön wie am Vortag, aber es begann erst am Abend zu regnen.

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