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Freitag, 09.08.1996

Ein gemütlicher Tag. Um 9:00 Uhr standen wir auf, frühstückten ausgiebig mit frischer “Mjölk” aus dem Einkaufsladen und begannen um 12:30 Uhr mit einer kleinen Wanderung durch den Nationalpark.

Die ausgiebige Vegetation ist für Island eher ungewöhnlich und rührt von einem besonders günstigen Mikroklima in der Region am Fuße des Vatnajökull her. Zusammen mit den Bergen entsteht ein fast alpiner Eindruck, mit dem Unterschied, dass die Vegetation hier schon ab einer Höhe von 700 m vollständig verschwindet.

Basaltsäulen

Unsere Wanderung führte uns vorbei an den Wasserfällen Hundafoss (hier scheiterte Frank bei einer Flußüberquerung/-hüpfung an den Gesetzen der Schwerkraft und zog daraufhin für einige Zeit eine nasse Spur hinter sich her) und Svartifoss — dem “schwarzen Wasserfall” — der von einer Kaskade besonders regelmäßiger Basaltsäulen umrahmt wird, die an riesige Orgelpfeifen erinnern (Chicco und Bubi ließen es sich nicht nehmen, hinter dem Wasserfall durchzulaufen). Anschließend ging’s weiter zum Sjónarsker, einem weiteren Aussichtspunkt, von dem aus man einen eindrucksvollen Rundumblick auf die Skeiðarársandur im Süden, den Skeiðarárjökull im Westen und den Skaftafellsjökull im Osten hat. Beim ehemaligen Gehöft Sel besichtigten wir die alten Häuser und gönnten uns dann bei molligen 15-20 °C ein Sonnenbad (nebenbei sinnierten wir über die planetare Zirkulation und die Aufschriften auf Daim-Riegeln). Wenn man sich erst einmal an die (relative) Kälte des isländischen Sommers gewöhnt hat, kommen einem Temperaturen über 10 °C bereits angenehm warm vor. Die Sonne scheint trotz flacherem Einfallswinkel in Island mehr Kraft zu haben als in Deutschland. Vielleicht liegt’s an der sauberen und klaren Luft?

Um 18:00 Uhr kehrten wir von unserer Wanderung zurück und verbrachten den Rest dieses erholsamen Tages mit Kartenschreiben.

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