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Mittwoch, 07.08.1996
Eigentlicher Start unserer Rundreise; um 6:00 Uhr standen wir auf (dank Maudis innerem Wecker) und packten relativ hektisch unser Gepäck und die Zelte zusammen, um den 7-Uhr-Bus zum BSI und den 8-Uhr-Anschlussbus nach Landmannalaugar nicht zu verpassen. 7:03 Uhr mussten wir feststellen, dass der Bus ohne uns losgefahren war. Was nun folgte, war ein dreiviertelstündiger “Gewaltmarsch”. Völlig erschöpft angekommen erfuhren wir, dass unser Bus eben doch erst um 8:30 Uhr abfährt. Immerhin kamen wir auf diese Weise noch zu einem Frühstück.
Der Andrang an Reisenden führte zu einer Aufteilung der Gruppe auf zwei verschiedene Busse (Maudi und Bubi bzw. Chicco und Frank, wobei Frank die Tickets für alle hatte). Der Isländische Kontrolleur war solche Situationen anscheinend gewohnt und machte überhaupt keinen Stress (“Ah, it’s ok!”).
Wir fuhren zunächst auf der Ringstraße über Selfoss nach Hella (10:30 Uhr) und bogen dann auf die Hochlandpiste nach Landmannalaugar ab. In einiger Entfernung passierten wir den Vulkan Hekla, der zuletzt 1991 ausgebrochen war, von dem wir jedoch wegen des schlechten Wetters und der tiefhängenden Wolken kein Foto machen konnten. Trotz der ungünstigen Lichtverhältnisse faszinierten die Fels- und Oberflächenformen des Hochlandes in diesem Streckenabschnitt: schroffe Lavafelder und steile Berghänge in den dominierenden Farben schwarz (Basaltlava) und grün (moosbedeckte Hänge, kaum Gras), dazwischen weite Ebenen; die Berge waren z.T. mit Schnee bedeckt. Während dieser ersten längeren Busfahrt wurde einigen klar, dass sie die Größe der Insel bei weitem unterschätzt hatten.
Nach Durchquerung einiger kleinerer Flüsse erreichten wir mit unserem umgebauten Hochlandbus etwa um 13:00 Uhr den Campingplatz bei Landmannalaugar. Starker Wind, Regen und ein steinharter Boden erschwerten den Zeltaufbau; schließlich befestigten wir die Spannschnüre an Lavabrocken. Das miese Wetter drückte etwas auf die Stimmung; bei Maudi regte sich erstes Heimweh (“Ich will heim zur Alex!”). Witterungsbedingt konnten wir das grandiose Farbenspiel der Rhyolithberge, wie es bei schönem Wetter zu bewundern ist, nur erahnen.





