Home > Reisen > IslandAnmelden
IslandDruckansicht Druckansicht
Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24« Zurück | Übersicht | Weiter »

Dienstag, 06.08.1996

Gleich nach dem Aufwachen versuchte Maudi mit seinem kleinen Radio einen isländischen Sender zu finden, auf dem morgens Nachrichten und der Wetterbericht in englischer Sprache übertragen werden. Was wir jedoch zu hören bekamen war die einzige uns vertraute isländische Stimme: Björk mit “It’s oh so quiet”.

Bei einem Spaziergang durch den Ort am Vormittag fanden wir eine Bank, bei der wir unser Geld in Isländische Kronen (ISK) umtauschen konnten (1 DM ~ 43 ISK). Um 12:30 Uhr nahmen wir den Bus nach Reykjavík, wo wir ungefähr eine Stunde später im BSI Coach Terminal, dem zentralen Busbahnhof für Überlandbusse, ankamen.

Die Hauptstadt Reykjavík ist mit ihren knapp 105.000 Einwohnern die mit Abstand größte und bedeutendste Stadt Islands, die einzige, die man nach unseren Maßstäben als “Großstadt” bezeichnen kann. Durch die extrem weiträumige (“flächenraubende”) Bebauung wirkt Reykjavík jedoch deutlich größer als deutsche Städte mit vergleichbarer Einwohnerzahl (z.B. Würzburg). Reykjavík macht auf den ersten Blick einen gepflegten und modernen Eindruck.

Die Planung unserer Reiseroute wurde eine zähe und langwierige Angelegenheit und machte diesen Tag zum — unserer Ansicht nach — einzig nervigen in den drei Wochen. Am Ende kam dann — nicht zuletzt durch die Mithilfe einer freundlichen und geduldigen Reiseberaterin — doch ein sinnvoller Plan zustande, bei dem die Grundroute feststand (einmal gegen den Uhrzeigersinn auf der Ringstraße rund um die Insel, unterbrochen von zwei Hochlandtouren), die Tickets aber zeitlich flexibel eingelöst werden konnten. Wenn es uns also irgendwo besonders gut gefiel, hatten wir die Möglichkeit, ein oder zwei Tage länger dort zu bleiben. Nach Kauf der Tickets schickten wir noch ein “Verpflegungspaket” nach Akureyri im Norden der Insel, um unsere Rucksäcke etwas leichter zu machen.

Der nächste Bus fuhr erst morgen, so dass wir uns am Abend nach einem Essen im Pizza Hut (wo wir wegen unserer “unisländischen” Kleidung und der großen Rucksäcke einigermaßen auffielen) auf den Weg zum Reykjavíker Campingplatz machten. Dabei fiel uns die Kuppel des Restaurants Perlan auf, die über den Tanks der Reykjavíker Warmwasserversorgung errichtet wurde. Die futuristisch anmutende Glaskuppel dreht sich in einer Stunde um 360° und erlaubt einen überragenden Blick auf die Hauptstadt und die umliegende Bergwelt. Das Restaurant soll jedoch selbst für isländische Verhältnisse sehr teuer sein, was uns vor einem Besuch dort abschreckte.

Von der isländischen Bevölkerung konnten wir bis zum jetzigen Zeitpunkt folgende durchwegs positive Eindrücke gewinnen: Die Isländer wirken ausgesprochen ruhig, gelassen und im allgemeinen sehr freundlich. Tatsächlich sind wir während der gesamten drei Wochen kein einziges Mal unhöflich oder barsch behandelt worden. Die Isländerinnen sind meist blond, recht kräftig gebaut (aber fast nie wirklich dick) und im allgemeinen attraktiv.

Das Wetter am Dienstag war trocken, der Himmel leicht bewölkt, ab und zu sonnig; Temperatur (mittags): 11 °C.

Kommentar verfassen

Name:

E-Mail-Adresse:
(wird nicht angezeigt)

Homepage:
(optional)

Kommentar: