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Montag, 26.08.1996
Nach Abbau unserer Zelte, Rucksackpacken, und einem etwas eiligen Pulloverkauf in der Innenstadt (Bubi und Frank) verließen wir Reykjavík mit dem Bus.
Für den letzten Tag hatten wir uns noch ein “Schmankerl” aufgehoben: Ein Bad in der “Blauen Lagune” Bláa Lónið. Bei starkem Regen kamen wir etwa eine Stunde später dort an. Das (wahrscheinlich aufgrund des feuchten Wetters) sehr stark dampfende Wasser und das Röhren des Kraftwerks im Hintergrund gaben diesem Ort etwas Unheimliches. Die Blaue Lagune entstand mehr oder weniger zufällig durch das “Abwasser” eines geothermalen Kraftwerks, das das Reykjanes-Gebiet umweltfreundlich mit Strom und Heizwärme versorgt. Das 240 °C heiße Wasser aus den gut 1.000 m tiefen Bohrlöchern kühlt sich durch die Nutzung im Kraftwerk auf etwa 70 °C ab und wird anschließend auf das benachbarte Lavafeld geleitet (ca. 1 Million Liter pro Stunde). Dort hat sich ein etwa 40 °C warmer See gebildet, dessen mineralreiches Wasser sich durch besondere Heilkräfte auszeichnet (v.a. bei Schuppenflechte). Mittlerweile zählt man Hunderttausende von Besuchern jedes Jahr.
Wir blieben eine gute Stunde, dann machten wir uns fertig und fuhren mit dem nächsten Bus zum Leifur-Eiríksson-Flughafen nach Keflavík.
Am Flughafen mussten wir noch einige Stunden warten, wobei wir die Möglichkeit zum “duty-free”-Einkaufen nutzten (nicht viel billiger als sonst). Unser Flieger startete mit leichter Verspätung um ungefähr 1:00 Uhr Ortszeit (GMT). Während des Fluges sahen wir noch einmal ein wunderschönes “spiralförmiges” Polarlicht. Gegen 6:00 Uhr MEZ setzten wir in München auf und fuhren dann mit einem Leihwagen (wieder ein Fiat Brava) nach Schweinfurt.





