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Montag, 05.08.1996
Irgendwann am Nachmittag fuhren Frank und Maudi in unserem Leihwagen — einem Fiat Brava — von Schweinfurt aus zunächst nach Schwemmelsbach, um Bubi und Chicco einzusammeln. Danach ging die Fahrt weiter zum Münchner Flughafen.
Unser Flieger, eine angeblich “nagelneue” Boing 757, startete um 21:40 Uhr MEZ, und die Pilotin sorgte dafür, dass wir um 23:15 Uhr GMT (also nach 2 Stunden und 35 Minuten) sicher auf dem Leifur-Eiríksson-Flughafen in Keflavík aufsetzten.
Nachdem wir unser Gepäck entgegengenommen hatten, wussten wir zunächst nicht, was wir jetzt überhaupt machen bzw. wo wir die Nacht verbringen sollten. Dieser ungewisse Zustand hielt jedoch nicht lange an: Ein Isländer sprach uns auf Englisch an, ob wir mit dem Bus zum nahegelegenen Campingplatz mitfahren wollten — “for free” (laut Chicco war das “die hilfreiche Hand in völliger Planlosigkeit”). Ähnlich unproblematisch verliefen eigentlich die gesamten drei Wochen, was wohl in erster Linie auf die unkomplizierte und freundliche Mentalität der Isländer zurückzuführen ist.
Beim Verlassen des Flughafengebäudes fiel als erstes auf, dass die isländische Luft sehr frisch und (erwartungsgemäß) kühl ist (ca. 7 °C). Es wehte ein recht starker Wind, aber wenigstens fiel kein Regen. Um zirka 1:00 Uhr hatten wir die Platzgebühr bezahlt, unsere zwei Zelte aufgebaut und schliefen dann zum ersten Mal auf isländischem Boden.





