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Donnerstag, 22.08.1996

Strokkur

Wir begannen den Tag mit einer ausführlichen Besichtigung des Thermalgebietes: Zu bewundern gibt es zahlreiche sehr schöne Quellen, deren Wasser Frank nach einer Fingerprobe als “kochendheiß” einstufen musste, und als Hauptattraktion natürlich die aktive Springquelle Strokkur (“Butterfass”), die alle paar Minuten in Aktion tritt (20 m-Fontäne). Nur ein paar Meter davon entfernt ist der wesentlich größere, jedoch schon seit einigen Jahrzehnten erloschene Geysir, der früher bis zu 60 m hohe Fontänen gen Himmel spuckte und der Erscheinung ihren Namen gab. Im Inneren des Quellenschlotes heizt geothermale Energie das unter Druck stehende Wasser auf deutlich über 100 °C auf. Wenn es in der Tiefe anfängt zu brodeln, steigt das kochende Wasser auf. Mit jedem Meter sinkt nun der Druck und damit der Siedepunkt. An der Oberfläche kommt es schließlich zu einer explosionsartigen Eruption, die sich Bruchteile von Sekunden durch eine — von der Oberflächenspannung stabil gehaltene — Wasserkuppel ankündigt.

Maudis schon seit Landmannalaugar getrübte Stimmung war nach dem Alex-Anruf auf ihrem absoluten Tiefpunkt angelangt. Sie besserte sich auch nur unwesentlich, als wir nach dem Spaziergang durch das Hochtemperaturgebiet im Swimmingpool des nahegelegenen Hotels baden gingen — und zwar umsonst, da dieses Bad bereits in der Campingplatzgebühr enthalten war (Zitat Bubi: “Ja, ja. Mein Charme…”).

Um 17:45 Uhr fuhren wir weiter und waren um 19:45 Uhr wieder in der Hauptstadt Reykjavík. Nach einem Abendessen in der Pizza 67 und einer “Wanderung” durch die Stadt bauten wir dann zum letzten Mal unser Zelt auf dem Campingplatz auf.

Wetter: sonnig und warm, abends relativ mild.

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