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Montag, 19.08.1996
Um 10:15 Uhr standen wir auf und gingen als erstes in das direkt an den Campingplatz angrenzende Schwimmbad. Am Nachmittag bummelten wir durch verschiedene Geschäfte und kauften ein Time-Magazin, das einen interessanten Artikel über mögliches Leben auf dem Mars enthielt. Nachdem wir am Vortag die Werbeplakate im Kino betrachtet hatten, entschlossen wir uns, um 19:00 Uhr “Independence Day” anzuschauen. Da es sich offenbar nicht lohnt, für die 270.000 Isländer Filme zu synchronisieren, werden Kinofilme in Island grundsätzlich im Originalton mit isländischen Untertiteln gezeigt. Vielleicht ist das ein Grund dafür, warum vor allem die jüngere Generation in Island so gut Englisch spricht. Übrigens ist für die Isländer nach Englisch Deutsch die zweitwichtigste Fremdsprache; erst danach kommen die skandinavischen Sprachen. Etwas überrascht mussten wir auch feststellen, dass nach etwa der Hälfte des Films eine viertelstündige Pause eingelegt wurde — die Filmrolle musste gewechselt werden. Diese hier übliche Vorgehensweise nutzten wir zu einer kleinen Pinkelpause und diskutierten das bisher gesehene.
Nach dem Kino gingen wir zum Pommesessen ins Crown Chicken (sehr reichlich!).
Nachts auf dem Campingplatz unterhielten wir uns bis 3:00 Uhr mit einem Jurastudenten aus Freiburg, der als “Einzelkämpfer” Island weitgehend zu Fuß erkundete. Er war zuvor 10 Tage in den Westfjorden gewandert und hatte dabei nur alle paar Tage mal einen Menschen getroffen. Die Einsamkeit schien ihm schwer zu schaffen zu machen. Auf jeden Fall war er sehr redselig…
Wetter: morgens grau, ab Nachmittag wieder sonnig.





