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Vorwort

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  Island 1996 (1.4 MiB)

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Im Prinzip hatte alles begonnen, als mir meine Oma zum 12. Geburtstag ein Buch über Vulkane geschenkt hat. In der darauf folgenden Zeit beschäftigte ich mich einige Zeit mit diesem Thema und hielt ein kurzes Referat darüber. Dann galt mein Interesse anderen Gebieten…

In der 12. Jahrgangsstufe erinnerte ich mich im Rahmen unserer Facharbeit an meine frühere Leidenschaft, und ich versuchte eifrig, meinen Erdkundelehrer Herrn Heindl soweit zu bringen, mein Thema “Vulkanismus in Europa” zuzulassen. Das Thema war ihm aber zu umfangreich, zu breitgefächert. Außerdem sollte auch der “Faktor Mensch” Teil der Arbeit sein. So schlug er vor, das Gebiet etwas einzuschränken — sowohl im fachlichen als auch im regionalen Sinne. In meinem ersten Vulkanismus-Buch wurde ich dann fündig: Island. Was danach folgte, war größtenteils sammeln und sichten von Material, anschreiben verschiedener Institutionen (darunter auch das isländische Honorarkonsulat in München) und erste Gedanken zur genaueren Gliederung. Zwei Wochen vor Stichtag hackte ich alles in den Computer, um am Tag des Abgabetermins um 5:00 Uhr fertig zu werden und pünktlich um 11:00 Uhr meine Facharbeit mit dem Thema “Vulkanismus in Island – Erscheinungsformen und menschliche Nutzung” abzugeben.

Während meiner Arbeit kam mir öfters der Gedanke, wie toll es doch wäre, das Land und das Phänomen, über das ich schreibe, einmal zu besuchen und mit eigenen Augen zu sehen. Das “sehen” ist problematisch, da es in Island keinen richtig aktiven Vulkan — wie ich ihn mir vorstellte — gibt, und Vorhersagen von Ausbrüchen derzeit noch schwierig sind. Das “besuchen” allerdings nur eine Frage der Zeit und des Geldes. Beides hatte ich nach meinem Abitur zu genüge (das eine mehr, das andere weniger) und ich konnte noch drei weitere mit meinem Island-Fieber anstecken: Frank Baumann, Joachim “Chicco” Kreß und Matthias “Maudi” Mauder. Wir besorgten uns die entsprechende Ausrüstung — darunter zwei erstklassige Zelte, die wir schon nach einigen Tagen als “Haus” bezeichneten — und einen preisgünstigen Flug von München nach Keflavík (natürlich auch wieder zurück). Wir ließen uns dabei weder vom kalten und teilweise regnerischen Wetter, noch von der Tatsache, dass Island ein Land mit sehr hohen Lebenshaltungskosten ist, abschrecken. Belohnt wurden wir dafür mit wunderschönen Eindrücken, was nicht nur bezogen auf die Landschaft gilt…

Der folgende Bericht ist aus einem stichpunktartigen Reisetagebuch von Frank entstanden und von allen vier gemeinsam verfasst. Er erhebt nicht den Anspruch vollständig zu sein, im Gegenteil: Vieles von dem, was wir erlebt und gesehen haben, kann man nicht oder nur unzureichend in Worte fassen. Er soll nur ein Überblick sein und dem Leser einen kleinen Eindruck des Landes, der Landschaft und der Menschen, die dort leben, vermitteln.

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